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Landeszeitung für die Lüneburger Heide Kultur |
Niedersächsisches Tageblatt 04.04.2002 |
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Der gute Geist von Australien Das Kelly-Konzert im CineStar oc Lüneburg. Namen gibt es, mit denen ist eigentlich keine Karriere zu machen. Kelly Newton-Wordsworth ist für deutsche Zungen so ein Brecher wie für Frau Newton-Wordsworth das gesamte Deutsche. Aber sie feilt dran. Denn Germany findet sie gut, die Frau, die mit Inbrunst ihre Heimat Australien besingt, exakt gesagt Westaustralien und noch exakter Williams, ein 400-Seelen-Dorf weit draußen, wo sie mit ihrem Biobauern und drei Kindern lebt. Schlicht Kelly heißt sie nun für den deutschen Markt, den sie vom Kino aus zu erobern gedenkt. Derzeit zieht sie durch die CineStars, um in Bild und Ton für sich und Australien zu werben. Zu den 30 Stopps gehörte jetzt Lüneburg. Kelly hat nichts zu tun mit der Kelly-Familie, auch wenn's so aussieht und sich fast so anhört. Aber Kelly Newton-Wordsworth stammt aus Perth und warf 1983 die Rechtsanwalterei hin zugunsten von Musik und Schauspiel. Mit Erfolg. Sechs Alben brachte sie in Australien heraus. Dass sie nun einen Vertrag mit Sony für den deutschen Markt hat, ist angehörs ihrer farbenreichen, warmen und dann wieder herzlich rauen Stimme verständlich. Sonst aber passt die australische Hippie-Mutter nicht in die hektische Welt der CD-Umsätze. Sie spielt Folk, angereichert mit Rockidiomen, und schreibt - bis zum Steinerweichen - politisch korrekte Texte. Kelly besingt ihren Freund, den Aboriginal, die Freiheit der Weite, die Schönheit der Stille, sie kämpft für den Wald und überhaupt die Umwelt und ist auch mal "Proud To Be A Housewife". Ihr Ausmaß an Gutmenschlichkeit ist kaum zu fassen, aber die beseelt beseelende Frau bleibt noch im Schlussgesang "One World, One Planet" ganz und gar authentisch. Warum singt sie eigentlich im CineStar ? An der Kinokette beteiligt ist ein australischer Kinokonzern, und außerdem kombiniert Kelly ihren Auftritt mit Dias, die auf ihre Songs abgestimmt sind: Kelly im Kleid einer alten Pioniersfrau, Kelly als Hippie-Ikone, Kelly als Mutti, Kelly und der Aboriginal, Kelly und wunderschöne Landschaft und immer mit Gitarre. "My Ancient Land" heißt ihre CD. Wer auf Deutsch mit gleicher Inbrunst den holden Wacholder, die lila Erika, Treppengiebel und die ureinwohnenden, geheimnisvolles Platt raunenden Schäfer und Bauern besänge, wer würde dem zuhören ? Lüneburg, sagt Kelly, sei eine der schönsten Städte, die sie in ihrem Leben gesehen hat. Das hat sie nett gesagt. Ob Kelly heute über Garbsen, morgen über Wolfenbüttel Gleiches spricht wie über Lüneburg, wissen wir nicht; skeptisch sind wir, seit BAP-Kopf Niedecken in der Nordlandhalle jubelte, dass es unheimlich toll sei, wieder in Lübeck zu sein. |
Eigentlich zu gut für diese Welt ist die Frau mit der farbenreichen Stimme: Kelly Newton-Wordsworth. Foto: ta
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Hannoversche Allgemeine Zeitung / Leine Zeitung |
06. April 2002 |
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| Siegener Zeitung Kultur |
13. April 2002 |
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Eine raue Stimme
mit Herz
tb Siegen. Australien ist hinlänglich bekannt, gerade in der Musik erfolgreiche Künstler in alle Welt zu senden. Seien es die Bee Gees, AC/DC, Kylie Minouge oder Vanessa Amorosi – um nur einige zu nennen. Nun überrascht uns der fünfte Kontinent erneut mit einer Liedermacherin und Sängerin, die ihren erfolgreichen Kollegen in keinster Weise nachsteht – Kelly. Auf ihrer Deutschland-Tournee durch 30 Städte singt das westaustralische Goldkehlchen in den Gebäuden der Kinokette CineStar und kürzlich auch in Siegen. Doch die dynamische Sängerin wirbt im Rahmen der Konzerte nicht nur für ihr eigenes Talent, sondern im wahrsten Sinne ihrer Lieder auch für ihr Land. Ihre Song-Themen in der Krönchenstadt berührten alle Lebensbereiche. Einen großen Stellenwert nahm dabei auch ihr Engagement für die Umwelt ein. Die Musik reichte von Rock über Blues, Jazz, Country bis hin zu Folk. Eine Frau, die mit Inbrunst ihre Heimat besang, exakt gesagt Westaustralien und noch exakter Williams, eine rund 400-Seelen-Gemeinde weit draußen, wo sie mit ihrem Mann und drei Kindern auf einem Biobauernhof lebt. Unterstützt wurden die kleinen Geschichten und Anekdoten aus dem Leben von fantastischen Natur- und Privataufnahmen, gezeigt auf Großleinwand. Genau auf den Text abgestimmt, entführten sie den Besucher nach Down Under und machten Lust auf mehr. Verantwortlich für dieses Farbspektakel waren die beiden jungen Fotografen Stephen Cockburn-Campbell und Neil Wallace. Sie machten sich bereits in ihrer Heimat Australien einen Namen durch eindrucksvolle Naturaufnahmen und wurden mehrfach prämiert. Einige Aufnahmen stammten zusätzlich von dem deutschen Naturfotograf Stefan Weindl, der durch mehrere Australien-Bücher, aber vor allem durch seine Dia-Shows einem weiten Publikum bekannt ist. Norbert Lux, seit fast 20 Jahren erfahrener Spezialist auf diesem Gebiet, Reiseveranstalter und begeisterter Fotograf, rundete mit seinem Bildmaterial das Programm ab. »Das besondere an dieser Dia-Show ist, dass sie real ist«, so die engagierte Künstlerin im Gespräch mit der SZ. »Man kann nach Australien fliegen, sich die Orte ansehen und wird alles genauso erleben, wie es hier zu sehen ist.« Das Programm ist faszinierend - doch für ihren Antrieb eben typisch. Allein im letzten Jahr besuchte die unermüdliche Künstlerin Deutschland nicht weniger als fünfmal. Sie sorgte in einem Wirbel von Konzerten, Aufnahmen, Fernseh- und Radio-Auftritten für Aufregung. »Oft fragen mich Freunde, woher ich die Energie dafür nehme«, scherzte Kelly. »Es geht darum, das zu tun, woran du glaubst, an deinen Prioritäten festzuhalten und immer neue Möglichkeiten zu finden, um voranzukommen.« |
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Ostsee-Anzeiger |
27.03.2002 |
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